Die Produkte


Bienenhonig ist das bekannteste und mengenmässig das bedeutendste Bienenprodukt. Bienen sammeln Blütennektar und verarbeiten ihn mit Hilfe ihres Rüssels und Magens unter Beigabe von Enzymen zum gelben Blütenhonig. Sammeln die Bienen hingegen ein Exkret der Tannenläuse ein und verarbeiten dieses, dann entsteht der dunkle Waldhonig. Schweizer Bienenhonig zeichnet sich durch seine hohe Qualität aus. In den Vereinen besteht eine Honigkontrolle, d.h. der Honig wird auf seinen Ursprung, seine Echtheit und seine Qualität geprüft. Der Konsument hat Garantie, dass keine unerlaubten Hilfsstoffe wie Antibiotika oder Pestizide für die Produktion verwendet werden. Damit besteht Gewähr, dass der Kunde ein bekömmliches und die Gesundheit förderndes Lebensmittel erhält.

Blütenpollen ist eine reiche Quelle von Eiweissen, Enzymen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die Bienen streifen beim Blütenbesuch den Pollenstaub mit ihren Beinchen vom Haarpelz ab und wischen ihn in ein Haarkörbchen an den hinteren Beinen. Der lmker sagt dem, dass die Bienen höseln. Die Tiere tragen die von blossem Auge gut sichtbaren Klümpchen in ihren Stock und lagern sie in die Zellen ihrer Waben ein. Bei der Einlagerung werden speichelähnliche Flüssigkeiten beigemischt, wodurch der Pollen haltbar wird. Er dient vor allem zur eiweissreichen Ernährung der Bienenlarven. Die lmker verfügen über Abstreifvorrichtungen, so genannte Pollenfallen, in denen die Bienen beim Eintritt in den Stock einen Teil ihrer Höschen abstreifen. Dieser so geerntete Pollen wird getrocknet und von den Imkern in den Reformhandel gebracht.

Propolis ist ein griechisches Wort aus der Antike und bedeutet ,,Der Wächter vor der Stadt", weil die Menschen früher das Bienenkittharz zu Heilzwecken verwendeten. Die Bienen besuchen Blattknospen (z.B. von Pappeln) und nagen die äusserste Schicht ab, die sie zur Desinfektion des Bienenstocks verwenden. Propolis als Tinktur in Alkohol gelöst kann zur Wunddesinfektion dienen. In der Apitherapie wird die Tinktur tropfenweise eingenommen und über eine keimhemmende Wirkung der darin enthaltenen Flavonoide berichtet.
 
Gelee Royale oder Königinnenfuttersaft wird von jungen Ammenbienen produziert. Im Kopf der Bienen befinden sich Futtersaftdrüsen, welche ein milchig-weisses Sekret ausscheiden. Erhalten frisch aus dem Ei geschlüpfte Bienenlarven ausschliesslich diesen speziellen Saft, entstehen statt Arbeitsbienen Königinnen. Gelee Royale wird zum menschlichen Genuss angeboten oder auch in Schönheitscremen eingearbeitet.

Bienengift ist mit unangenehmen Erlebnissen vieler Menschen verbunden, weil Stiche Schmerzen und bei Überempfindlichkeit gefährlich werden können. Beim Bienenstachel mit seinem Gift handelt es sich um die einzige Möglichkeit der Bienen, sich gegen Eindringlinge in den Stock (z.B.Mäuse) zu wehren. Bienengift wird gewonnen und in stark verdünnter Form vor allem zur Desensibilisierung von Patienten mit Bienengiftallergie verwendet. In der Apitherapie wird berichtet, dass Bienengift auch gegen rheumatische Beschwerden eingesetzt werden kann.